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WorldSBK-Finale in Jerez: Emotionaler Abschied von Petrux und Platz drei für BMW

WorldSBK-Saisonfinale mit emotionalem Abschied von „Petrux“.
Bild: BMW Group / Hornig — Lizenz geprüft

WorldSBK-Finale in Jerez: Emotionaler Abschied von Petrux und Platz drei für BMW

Das Saisonfinale der Superbike-WM in Jerez de la Frontera hatte für BMW Motorrad Motorsport zwei Gesichter: sportlich ein zähes Wochenende, menschlich ein bewegender Moment. Danilo Petrucci bestritt seine letzten Rennen auf der #9 BMW M 1000 RR, und Miguel Oliveira sicherte dem Werk am Ende noch den dritten Platz in der Herstellerweltmeisterschaft.

Standing Ovations für „Petrux”

Am Samstagabend versammelten sich Team und Fans auf der großen Bühne der WorldSBK Paddock Show. Der Publikumsliebling wurde mit bewegenden Worten verabschiedet. Petrucci selbst fehlten dabei fast die Worte: „Für mich war es ein Traum, für den größten Hersteller Europas Rennen zu fahren.” Die Ergebnisse seien nicht so gut gewesen wie erhofft, aber jeder habe sein Bestes gegeben - und darauf sei er stolz.

Auch Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport, fand klare Worte: Petrucci sei eine echte Kämpfernatur, habe bis zum Schluss nicht aufgegeben und werde „immer ein Teil unserer Familie bleiben”. In seinen letzten drei Rennen belegte er die Plätze 17, 19 und 20.

Das Rennwochenende im Überblick

Im Qualifying lief es für beide BMW-Piloten nicht rund: Oliveira startete von Platz 13, Petrucci von Platz 15. Im ersten Rennen am Samstag musste Oliveira wegen eines technischen Defekts vorzeitig aufgeben. Im Superpole Race am Sonntagvormittag kam er als Elfter ins Ziel. Im zweiten Hauptrennen gelang ihm dann der Sprung in die Top 10 - Platz zehn, 28,002 Sekunden hinter Sieger Nicolò Bulega.

Und diese Punkte waren Gold wert: Sie bedeuteten Rang drei in der Herstellerwertung. BMW beendet die Saison mit 184 Punkten, nur einen einzigen Zähler vor Yamaha (183). Mehr Spannung geht kaum. Ducati dominierte mit 744 Punkten, dahinter folgte Bimota mit 316.

Bulega holte sich mit 726 Punkten den Titel, vor Iker Lecuona (563) und Yari Montella (318). Oliveira beendet die Fahrerwertung auf Rang 11 mit 142 Punkten, Petrucci auf Platz 17 mit 61 Punkten.

Eine Saison zwischen Podien und Rückschlägen

Blusch sprach von einer „emotionalen Achterbahnfahrt”. Es gab tolle Podiumsplatzierungen, aber auch schwere Verletzungen bei Oliveira und Petrucci, die den Saisonverlauf massiv beeinflussten. Zeitweise musste das Team auf beide Werksfahrer verzichten.

Technischer Direktor Christian Gonschor zog ein differenziertes Fazit: Das Ziel, Rennen zu gewinnen, sei nicht erreicht worden. Die Performance sei aber oft besser gewesen, als es die Ergebnisse zeigen, und in vielen Rennen war die BMW schneller als noch 2025. Die Herausforderung sei jetzt, diese Geschwindigkeit konsequent in Resultate umzumünzen.

Blick nach vorn: Brad Binder und neue Regeln

Der Fokus für 2027 liegt auf einem Neubeginn: Oliveira verlängert, und Brad Binder kommt als Teampartner hinzu. Das zukünftige Motorrad und das modifizierte Regelwerk eröffnen ganz andere Perspektiven. Oliveira freut sich schon auf die Wintertests: „Ich kann es kaum erwarten, wieder auf dem Bike zu sitzen.”

Unser Fazit

Siege gab es 2026 nicht, dafür Kampfgeist, Teamgeist und einen versöhnlichen Abschluss auf dem Podium der Herstellerwertung - mit hauchdünnem Vorsprung. Danke, Petrux, für deinen Einsatz und deine Art. Wir sind gespannt, was das neue Motorrad und die neue Fahrerpaarung 2027 bewirken.

Joe

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