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Toprak Razgatlioglu: Mit der BMW war ich Sieger, in der MotoGP zählt die Maschine

Der dreifache Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu blickt zurück auf seine Titel mit BMW und erklärt offen, warum der Fahrer in der WorldSBK mehr bewirken kann als in der MotoGP.
Bild: KI-generiert (Higgsfield Nano Banana Pro, Referenz BMW M 1000 RR)

Toprak Razgatlioglu: “In der WorldSBK macht der Fahrer den Unterschied, in der MotoGP geht es ohne gutes Motorrad nicht.”

Selten spricht ein Ausnahmefahrer so offen über die Unterschiede zwischen zwei Welten wie gerade Toprak Razgatlioglu. Der dreifache Superbike-Weltmeister, der mit dem ROKiT BMW Team zwei seiner Titel und Motorsportgeschichte geschrieben hat, zieht jetzt einen schonungslosen Vergleich zwischen seiner alten Heimat WorldSBK und seinem neuen Umfeld in der MotoGP.

”Mit BMW hieß es, meine Karriere sei vorbei”

Erinnert ihr euch noch an den Moment, als Toprak zu BMW wechselte? Viele hatten damals Zweifel an seinem Projekt geäußert und seine besten Zeiten bereits hinter ihm vermutet. Genau darauf spielt er jetzt an: “Mit BMW haben sie gesagt, meine Karriere sei vorbei, und wir haben gewonnen.” Diese Aussage sitzt, denn sie bringt auf den Punkt, was das ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team und Toprak gemeinsam erreicht haben. Aus einem angeblich auslaufenden Kapitel wurde ein Weltmeistertitel auf der M 1000 RR, einer der stärksten Superbike-Homologationsmaschinen überhaupt. Genau dieses Momentum, dieser Beweis, dass Wille und fahrerisches Können ein Paket auf ein neues Level heben können, ist die Essenz seiner Zeit im BMW Motorsport.

Der große Unterschied: Fahrer versus Material

Was Toprak jetzt besonders interessant macht, ist sein Blick zurück mit der Erfahrung aus der MotoGP. Er bringt es klar auf den Punkt: In der Superbike-WM kann ein außergewöhnlicher Fahrer ein Motorrad, das nicht als Nummer eins gilt, an die Spitze tragen. Genau das hat er mit BMW vorgemacht. In der MotoGP dagegen, reiche der Fahrer allein nicht aus. Ohne ein wirklich konkurrenzfähiges Motorrad sei dort selbst für einen Ausnahmekönner wie ihn kein Blumentopf zu gewinnen. Diese Differenzierung erklärt auch, warum sein Übertritt in die Prototypen-Klasse alles andere als ein Selbstläufer war.

Ein schwieriges 2026

Auf sein aktuelles MotoGP-Jahr angesprochen, findet Toprak deutliche Worte: “Es war kein einfaches Jahr für mich.“ Nach Jahren an der Spitze der WorldSBK, wo er mit der BMW M 1000 RR Rennen dominiert und Konkurrenten das Fürchten gelehrt hat, muss er sich nun in einem völlig neuen technischen und strategischen Umfeld beweisen. Der Umstieg zeigt, wie unterschiedlich beide Meisterschaften ticken, auch wenn beide auf zwei Rädern und mit Höchstgeschwindigkeit ausgetragen werden.

Warum das für BMW-Fans spannend bleibt

Für alle, die die BMW Motorsport-Geschichte der letzten Jahre verfolgt haben, ist Topraks Rückblick mehr als nur eine Randnotiz. Er bestätigt eindrucksvoll, welchen Sprung das ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team mit ihm gemacht hat, und wie sehr die M 1000 RR als Basis gepasst hat, um aus Kritik einen Titelgewinn zu machen. Ob und wie sich Topraks Weg in der MotoGP weiterentwickelt, bleibt spannend zu beobachten, seine Aussagen zeigen jedenfalls, wie hoch er die gemeinsame Zeit mit BMW einschätzt und wie viel Respekt er dem Projekt entgegenbringt, das ihm den Beweis lieferte, dass seine Karriere alles andere als vorbei war.

Joe

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