BMW Motorrad PowerCup
← Alle Beiträge
· Joe

Ölfallen auf der B308 im Allgäu: Polizei sucht Motorradfahrer als Zeugen

Ölfallen auf der B308 im Allgäu: Polizei sucht Motorradfahrer als Zeugen

Das Allgäu gehört zu den beliebtesten Motorradregionen im deutschsprachigen Raum — und genau das macht Meldungen wie diese so beunruhigend: Am 5. Juni 2026 wurden auf der B308 bei Scheidegg großflächige Öllachen entdeckt. Glücklicherweise rechtzeitig, bevor etwas passiert ist. Doch die Frage, die sich sofort stellt, ist dieselbe wie bei ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit: War das Zufall, oder wurden diese Ölfallen absichtlich gelegt?

Was bisher bekannt ist

Laut Berichten von motorradonline.de wurden die Öllachen auf der B308 bei Scheidegg im Allgäu entdeckt und rechtzeitig gemeldet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach einem unbekannten Motorradfahrer, der zur fraglichen Zeit vor Ort war und möglicherweise entscheidende Hinweise geben kann.

Die Region hat leider eine Vorgeschichte mit solchen Vorfällen. Ob es sich auch diesmal um mutwillig ausgelegte Fallen handelt, ist Gegenstand der Ermittlungen. Der bloße Verdacht sollte jeden Motorradfahrer hellhörig machen.

Warum Öl auf der Fahrbahn so gefährlich ist

Ein Motorrad hat nur zwei Reifenaufstandsflächen, die zusammen kaum so groß sind wie eine Postkarte. Trifft eine davon auf Öl, ist der Haftungsverlust sofort und vollständig — du hast keine Chance zu reagieren, egal wie erfahren du bist und egal wie gut deine GS aufgestellt ist. Das gilt im Geradeausfahren, umso mehr aber in Kurven oder beim Bremsen.

Genau deshalb ist ein solcher Vorfall keine Lappalie, sondern potenziell lebensgefährlich — und falls tatsächlich Vorsatz dahintersteckt, handelt es sich um ein schweres Verbrechen.

Was du tun kannst

Wenn du selbst am 5. Juni auf der B308 unterwegs warst, melde dich bei der zuständigen Polizeidienststelle. Auch scheinbar unbedeutende Beobachtungen können den Ermittlern helfen.

Wenn du diese Strecke künftig fährst, bleib wachsam. Öllachen erkennst du oft an einem leichten Schimmern auf dem Asphalt, besonders wenn Sonne draufsteht — bei Nässe sind sie fast unsichtbar. Im Zweifelsfall: Geschwindigkeit raus, aufrecht bleiben, weich lenken.

Generell gilt: Wer auf solchen Strecken unterwegs ist, sollte auf vollständige Schutzausrüstung setzen. Eine solide Sturzsicherung an der GS — etwa Sturzbügel von Hornig — schützt zumindest Motorrad und Fahrwerk, wenn es doch mal zum Sturz kommt, und gibt dir im schlimmsten Fall ein paar Sekunden mehr Schutzraum.

Zivilcourage ist gefragt

Es wäre schön, wenn solche Warnmeldungen irgendwann überflüssig würden. Bis dahin gilt: Augen auf und Vorfälle sofort melden.


Quelle: motorradonline.de

Joe

Autor·in auf BMW Motorrad PowerCup