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Historisches Podium: BMW holt als erster Europäer Suzuka-8-Hours-Trophäe

FIM EWC: Historisches Podium bei den Suzuka 8 Hours.
Bild: BMW Group / Hornig — Lizenz geprüft

Historisches Podium: BMW holt als erster Europäer Suzuka-8-Hours-Trophäe

Seit 1978 wird der Langstreckenklassiker in Suzuka ausgetragen, seit fast 50 Jahren gilt er als das prestigeträchtigste Rennen der japanischen Hersteller. Und noch nie hatte es eine europäische Marke aufs Podium geschafft. Bis jetzt. Beim diesjährigen Coca-Cola Suzuka 8 Hours Rennen hat das BMW Motorrad World Endurance Team mit der #37 BMW M 1000 RR genau das geschafft: Platz drei, das erste Podium für einen europäischen Hersteller in der Geschichte des Rennens.

Ein Sieg unter widrigsten Bedingungen

Was das Ergebnis noch bemerkenswerter macht: Die Bedingungen waren alles andere als einfach. Nach starkem Regen musste die Rennleitung die letzte halbe Stunde sogar hinter dem Safety Car fahren lassen, weil zu viel Wasser auf der Strecke stand. Michael van der Mark, Markus Reiterberger und Steven Odendaal brachten die #37 trotzdem souverän ins Ziel und sicherten sich damit den dritten Platz, nur knapp anderthalb Minuten hinter dem zweitplatzierten Yamaha-Werksteam.

Schon im Qualifying hatte das BMW-Trio Stärke gezeigt und lag nach den ersten beiden Sessions auf Rang zwei. Das traditionelle Top-10-Trial fiel wetterbedingt aus, sodass es bei dieser starken Ausgangsposition blieb. Im Rennen selbst war das BMW Motorrad World Endurance Team am Ende sogar das bestplatzierte fest eingeschriebene Team der FIM Endurance World Championship, denn Sieg und Rang zwei gingen an eigens für Suzuka zusammengestellte Star-Aufgebote von Honda und Yamaha.

Starke Vorstellung auf breiter Front

Auch die anderen BMW-Teams zeigten in Suzuka, welches Potenzial in der M 1000 RR steckt. Das BMW Motorrad Motorsport Official Team Japan, das AutoRace Ube Racing Team, war mit Naomichi Uramoto und Sylvain Guintoli lange Zeit sogar die bestplatzierte BMW-Crew und auf Podiumskurs, ehe eine Strafe das Duo auf Rang fünf zurückwarf. In der Superstock-Klasse überzeugte Team Étoile mit der #25 BMW M 1000 RR als Zweiter, während Champion-HERT Powered by MRP mit der #38 auf Platz vier fuhr.

Die Stimmen zum historischen Erfolg

Markus Flasch, Leiter BMW Motorrad, war selbst vor Ort in Suzuka und brachte seine Begeisterung auf den Punkt: „Der erste europäische Hersteller auf dem Suzuka-Podium ist BMW. Danke an alle für ihren absolut entschlossenen Einsatz!” Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport, sprach von einem historischen Tag: „Nach 47 Jahren haben wir es als erster nicht-japanischer Hersteller aufs Podium geschafft.” Für Teammanager Werner Daemen ist der Erfolg das Ergebnis jahrelanger Arbeit: „Wir arbeiten seit 2020 darauf hin, das zu erreichen. Und ich bin mir zu 100 Prozent sicher: Wenn es nächstes Jahr so weitergeht, können wir auch um den Sieg fahren.”

Blick nach vorn: Der Bol d’Or wartet

Mit dem Podium in Suzuka ist das BMW Motorrad World Endurance Team wieder mitten im Meisterschaftskampf der FIM EWC 2026 angekommen. 19 Punkte Rückstand trennen das Team noch vom Titel, eine schwierige, aber laut Technischem Direktor Christian Gonschor durchaus lösbare Aufgabe. Die Entscheidung fällt beim Saisonfinale, dem 24-Stunden-Rennen Bol d’Or, das am 19. und 20. September in Le Castellet in Frankreich über die Bühne geht. Nach diesem Auftritt in Suzuka dürfte klar sein: Die BMW M 1000 RR ist auch im Heimatland von Honda absolut konkurrenzfähig, und das Team hat genug Selbstvertrauen für den finalen Titelangriff getankt.

Joe

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