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BMW lässt sich Zeit: Keine Options-Entscheidung bei Petrucci und Oliveira

BMW lässt sich Zeit: Keine Options-Entscheidung bei Petrucci und Oliveira

BMW lässt sich Zeit: Keine Options-Entscheidung bei Petrucci und Oliveira

Eigentlich hätte bis Ende Juni feststehen sollen, mit welchem Fahrerduo BMW in die Superbike-WM-Saison 2027 geht. Die Propellermarke hatte sich Optionen auf Danilo Petrucci und Miguel Oliveira gesichert, beide fest im ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team verankert. Doch der Stichtag ist verstrichen, ohne dass BMW gezogen hat. Und das ist alles andere als ein Zufall.

Zwei Verletzungspausen als Grund für die Zurückhaltung

Sowohl Petrucci als auch Oliveira mussten in der laufenden Saison verletzungsbedingt aussetzen. Genau das dürfte BMW dazu bewogen haben, sich nicht vorschnell festzulegen. Eine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus ist eine langfristige Entscheidung, und die will bei einem Werksteam, das sportlich um jeden Podestplatz kämpft, gut überlegt sein. Wer aktuell nicht auf dem Bike sitzt, kann in dieser Phase auch keine Argumente auf der Strecke liefern.

Statt also eine Entscheidung unter Zeitdruck zu treffen, verschafft sich BMW schlicht mehr Spielraum. Das bedeutet nicht, dass Petrucci oder Oliveira aus dem Rennen um ihre Cockpits sind, im Gegenteil: Beide bleiben im Gespräch. Es heißt lediglich, dass die Marke abwarten will, wie sich die Situation nach der Rückkehr aus der Verletzungspause entwickelt, sportlich wie körperlich.

Was das für Petrucci und Oliveira bedeutet

Für beide Fahrer entsteht dadurch eine Phase der Unsicherheit, die im Motorsport nichts Ungewöhnliches ist. Wer um ein Cockpit für die kommenden Jahre kämpft, wird jetzt jeden Start, jede Rückkehr aufs Podium und jedes überzeugende Renntempo nutzen wollen, um seine Position zu untermauern. Gerade Petrucci, der mit seiner Erfahrung und seinem direkten, kämpferischen Fahrstil zum Aushängeschild der BMW-Kampagne in der WorldSBK geworden ist, dürfte genau das im Sinn haben. Oliveira wiederum bringt sein technisches Feingefühl und seine Vielseitigkeit ein, Eigenschaften, die für die Weiterentwicklung der M 1000 RR im Rennbetrieb enorm wertvoll sind.

Kein Grund zur Sorge, aber ein Signal

Dass BMW die Optionen nicht sofort gezogen hat, ist kein Alarmsignal für das Team, sondern eher ein Ausdruck von Sorgfalt. Werksteams in der Superbike-WM planen ihre Aufstellung Jahre im Voraus, und gerade weil BMW in den vergangenen Saisons spürbar an Konkurrenzfähigkeit gewonnen hat, will man bei der Fahrerwahl für 2027 keine Kompromisse eingehen. Die Entscheidung fällt jetzt eben etwas später als ursprünglich vorgesehen, dafür aber hoffentlich mit einer klareren Faktenlage zur Form beider Piloten.

Für alle, die das ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team verfolgen, heißt es also: Geduld. Die kommenden Rennwochenenden werden zeigen, wie schnell Petrucci und Oliveira nach ihren Verletzungspausen wieder in Tritt kommen, und genau das dürfte am Ende auch über ihre Zukunft bei BMW entscheiden.

Joe

Autor·in auf BMW Motorrad PowerCup