Weltmeister! BMW Motorrad World Endurance Team krönt sich in der FIM EWC

Geschichte geschrieben: BMW ist Langstrecken-Weltmeister!
Diesen Moment haben die Fans des BMW Motorrad World Endurance Teams sich verdient herbeigesehnt. Beim finalen Lauf der FIM Endurance World Championship (FIM EWC), dem legendären Bol d’Or in Le Castellet, steht fest: Das Team ist Weltmeister 2026! Mit der #37 BMW M 1000 RR holten Michael van der Mark, Markus Reiterberger und Steven Odendaal nicht nur den Tagessieg, sondern einen historischen Titel - den ersten Langstrecken-Weltmeistertitel überhaupt für einen europäischen Hersteller.
Revanche nach Herzschmerz
Wer sich an den Bol d’Or 2025 erinnert, weiß, wie bitter der Sport sein kann. Damals hatte das Team den Titel praktisch schon in der Tasche, ehe keine 30 Minuten vor Rennende ein technischer Defekt alles zunichtemachte. Statt Sekt gab es Tränen. Doch genau dieser Rückschlag scheint die Mannschaft um Teamchef Werner Daemen erst richtig zusammengeschweißt zu haben - ein Jahr später steht sie ganz oben.
Eine Saison voller Highlights
Die Saison 2026 verlief für das Team wie eine Achterbahnfahrt mit Happy End. Beim Auftakt in Le Mans führte man bis in die frühen Morgenstunden, ehe technische Probleme den möglichen Sieg kosteten. Danach lief es: In Spa-Francorchamps holte die #37 BMW M 1000 RR beim 8-Stunden-Rennen den umjubelten Sieg. Bei den Suzuka 8 Hours in Japan gelang mit Platz drei sogar das erste Podium eines europäischen Herstellers bei diesem Motorsport-Klassiker schlechthin. Vor dem Finale lag man nur noch 19 Punkte hinter Spitzenreiter YART auf Yamaha - alles war angerichtet für ein packendes Saisonfinale.
Dominanz beim Showdown in Le Castellet
Und genau dieses Finale nutzte das Team eiskalt. Michael van der Mark, in dieser Saison neu als Stammfahrer dabei und zuvor noch nie auf der Strecke im Circuit Paul Ricard unterwegs, fuhr in der Qualifikation die Bestzeit. Gemeinsam mit Reiterberger sicherte er sich die Pole Position. Über die vollen 24 Stunden führte das Trio nach acht und nach 16 Stunden das Feld an, ehe am Ende der ungefährdete Sieg stand. Entscheidend dafür waren nicht nur das Speed-Niveau der drei Fahrer und die Präzision der Box, sondern auch die Effizienz der BMW M 1000 RR selbst: Der niedrigere Kraftstoffverbrauch im Vergleich zur Konkurrenz sorgte für weniger Boxenstopps - und damit für den entscheidenden Zeitvorsprung.
Am Ende reichte es Rivale YART nur zu Rang drei im Rennen, wodurch BMW den Weltmeistertitel in der Gesamtwertung mit vier Punkten Vorsprung nach Hause fuhr.
Dritter Titel in drei Jahren
Für BMW Motorrad ist dieser Erfolg besonders süß, denn er reiht sich ein in eine beeindruckende Serie: Nach zwei Fahrertiteln in der WorldSBK ist es nun der dritte Weltmeistertitel für die M 1000 RR innerhalb von nur drei Jahren - und der erste überhaupt auf der Langstrecke. Markus Flasch, Leiter BMW Motorrad, brachte es nach dem Rennen auf den Punkt: Performance und Effizienz allein reichen nicht, es braucht vor allem Leidenschaft. Und die war dem Team und seinen Fahrern in Le Castellet in jeder Rennminute anzusehen.
Für alle BMW-Fans, die Langstreckenrennen lieben, ist dieser Titel ein Meilenstein, der zeigt, wohin die Reise mit der M 1000 RR im internationalen Motorsport geht: nach ganz oben.