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BMW liebäugelt mit weiteren WM-Klassen: Motorsport-Chef macht Hoffnung

BMW liebäugelt mit weiteren WM-Klassen: Motorsport-Chef macht Hoffnung

BMW liebäugelt mit weiteren WM-Klassen: Motorsport-Chef macht Hoffnung

Mit der M 1000 RR hat BMW in der Superbike-WM und in nationalen Meisterschaften zuletzt eindrucksvoll bewiesen, was in solchen Klassen für München möglich ist. Doch was kommt darunter? Lange Zeit war die Antwort simpel: nichts. Kein sportliches Modell unterhalb der großen RR, kein Einstieg in Klassen wie die Supersport-WM. Das könnte sich ändern - und ausgerechnet Motorsport-Direktor Sven Blusch hat jetzt selbst die Erwartungen geweckt.

Die Lücke im Portfolio

Die M 1000 RR ist BMWs Speerspitze im internationalen Motorrad-Rennsport. Als Homologationsmodell für die WorldSBK entwickelt, dominiert sie die technische Diskussion und hat das ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team in eine echte Titelkonkurrenz gebracht. Aber genau hier liegt auch das Problem: Darunter klafft eine Lücke. Für Klassen, die leichtere oder hubraumkleinere Sportmotorräder erfordern, fehlt BMW schlicht die passende Basis.

Andere Hersteller wie Ducati, Yamaha oder Kawasaki können auf ein breites Sport-Portfolio zurückgreifen und in mehreren WM-Kategorien gleichzeitig punkten. BMW konzentriert sich bislang auf den Superbike-Bereich - mit großem Erfolg, aber ohne die Breite der Konkurrenz.

Blusch macht die Türe auf

Nun hat Sven Blusch, als Motorsport-Direktor die entscheidende Stimme hinter der Rennsport-Strategie, der weiß-blauen Traditionsmarke, signalisiert, dass man sich mit dem Status quo nicht dauerhaft zufriedengeben will. Ein möglicher Einstieg in weitere WM-Klassen scheint zumindest ernsthaft diskutiert zu werden - eine überraschende Ansage, die in der Szene sofort aufgeschlagen ist.

Was genau dahintersteckt, bleibt noch offen. Ob BMW ein neues Sportmodell für die Mittelsegment-Klassen plant, ob eine Kooperation mit einem anderen Hersteller denkbar ist oder ob die Münchner schlicht die eigene Modellpalette nach unten erweitern wollen: Details gibt es noch nicht. Aber allein die Tatsache, dass ein Motorsport-Direktor dieses Thema öffentlich anspricht, ist in der Regel kein Zufall.

Was das bedeuten würde

Ein BMW-Engagement in der Supersport-WM oder einer vergleichbaren Klasse wäre ein echter Paukenschlag. Es würde nicht nur die Produktpalette aufwerten, sondern auch jüngere Fahrer und neue Zielgruppen ansprechen. Die WorldSSP ist bekannt für enge Rennen, viel Action und eine treue Fanbasis - genau das, was zu einer ambitionierten Rennsport-Marke passt.

Für das bestehende WorldSBK-Programm wäre es außerdem ein Signal der Stärke: BMW denkt nicht nur daran, die aktuelle Klasse zu gewinnen, sondern will im Motorrad-Motorsport langfristig und auf breiter Front präsent sein.

Spannung für die nächsten Monate

Bis konkrete Ansagen kommen, bleibt es bei einem vielversprechenden Signal. Aber Sven Blusch hat damit eindeutig eine Tür geöffnet - und wer BMW in der Superbike-WM in den letzten Jahren beobachtet hat, weiß: Wenn die Münchner etwas anpacken, dann richtig.

Bleib gespannt, was da noch kommt. Für BMW-Motorsport-Fans könnte 2025 und 2026 noch einige Überraschungen bereithalten.

Joe

Autor·in auf BMW Motorrad PowerCup